Wind of Change – Auf Erfolgskurs mit der richtigen Technologie-Agenda

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30 Jahre Mauerfall. 30 Jahre Wiedervereinigung. Die Medien überschlagen sich diesen Monat mit Bildern, Berichten und Reportagen zu diesem wohl wichtigsten Ereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte. Mit den Bildern erklingt in meinem Kopf „Wind of Change“ von den Scorpions – die inoffizielle Hymne der Wiedervereinigung. Und einen Gedanken weiter: Was lernen wir als Interim Manager daraus, um in der Zukunft dem Veränderungsdruck mit vollen Segeln und klarem Kurs beizukommen?

Restrukturierung kann nicht immer die beste Antwort sein

Ohne Zweifel haben Unternehmen keine Wahl: Sie müssen sich immer wieder verändern, um sich den makro- und mikroökonomischen Rahmenbedingungen anzupassen. Globalisierung, neue Märkte, neue Prozesse (insbesondere die Digitalisierung) oder neue Bedürfnisse sind einige der Stichworte. Aktuell kommen Sorgen um eine Rezession (kommt sie überhaupt? Wird es so schlimm wie 2008?) dazu. Noch sind es schlimmstenfalls starke Winde, die sich unserer Wirtschaft entgegenstellen. Doch wer ist bereit, wirklich etwas zu tun?

Ich empfange bereits die ersten Änderungsmeldungen in XING: Interim Manager ändern ihren Claim von Business Development auf Restrukturierungsspezialist. Ist das die Antwort unserer Community auf die heranziehenden Unwetter? Sind Restrukturierungsmandate die einzige Antwort, mit der sich das Interim Management gegen den wirtschaftlichen Abschwung stellt? Meiner Meinung nach ist das zu kurz gegriffen!

Unternehmen halten mit dem Wandel der Technologien immer weniger Schritt

Ein Blog-Beitrag von Scott Brinker hat mich inspiriert darüber nachzudenken, welche Optionen wir im Interim Management haben, ohne auf die Restrukturierung als Universal-Antwort zurückzufallen. Brinker vertritt die These, dass Technologien sich exponentiell, Organisationen aber nur inkrementell (oder bestenfalls logarithmisch) ändern. Um es mit den Scorpions zu formulieren: Der „Wind of Change“ (die Anpassungsgeschwindigkeit von Unternehmen) weht deutlich schwächer als die Mutationsrate von Technologien. Damit öffnet sich eine Schere, der Technologie-Gap: Die Veränderung von Unternehmen fällt immer weiter hinter die technologischen Möglichkeiten zurück (siehe Grafik).

 

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Quelle: https://chiefmartec.com/2016/11/martecs-law-great-management-challenge-21st-century/

 

Was kann man aus den Beobachtungen von Scott Brinker für das Interim Management ableiten?

In guten Zeiten ist der Wille für Veränderung in Unternehmen – und bei den Menschen – ohnehin gering. Spätestens in schlechten Zeiten steigt der Adaptionsdruck. Restrukturierung ist die Antwort, wenn der Wind of Change wie ein Tornado mit den entsprechenden Verwüstungen über das Unternehmen hinweggefegt ist. Wäre es aber nicht sehr viel cleverer, dass Unternehmen vor dem Sturm zu schützen? Hier liegt meines Erachtens eine große Chance für Interim Managerinnen und Interim Manager. Wir sollten unseren Kunden – insbesondere den C-Spielern (CEO, COO, CFO etc.) – vermitteln, wie sie im Wind of Change sicher und erfolgreich navigieren.

Liebe Interim Manager: Identifizieren Sie die technologischen Veränderungen in Ihrem Wirkungsumfeld! Suchen Sie nach dem Technologie-Gap und - noch wichtiger: Spüren Sie die Unternehmen auf, bei denen das Defizit am größten ist. Angesichts der zunehmenden konjunkturellen Unsicherheit steigt die Bereitschaft des Managements für Veränderungen. Sie sind jetzt gefragt, die Themen auf die Agenda Ihrer Ansprechpartner zu setzen.

Antworten Sie auf die kommende Rezession nicht ausschließlich mit Restrukturierungsreflexen. Bieten Sie sich vielmehr als der Partner an, der den Unternehmen hilft, den Technologie-Gap zu überwinden. Positionieren Sie sich nicht nur als Experte für Veränderung, sondern auch als derjenige, der die Veränderungsagenda injizieren kann. Identifizieren Sie in ihrem Wirkungsfeld die technischen Innovationen, mit denen Unternehmen sich besser auf den drohenden konjunkturellen Abwind vorbereiten können. Definieren Sie Ihre Technologie-Agenda - als Masterplan für Ihre Strategie zur Akquisition neuer Projekte. Machen Sie den „Wind of Change“ zu Ihrer persönlichen Hymne für 2020.

Erfolgreich im Interim Management

An wen richtet sich dieser Blog? An alle Interim Manager und freien Projektmanager und die, die es werden wollen.

Was bietet der Blog? Konkrete Empfehlungen, mit denen Sie erfolgreich in das aufstrebende Interim Management und Projektgeschäft einsteigen – und erfolgreich bleiben.

Wer schreibt? Mein Name ist Tilo Ferrari. Als Vorstand der Deutschen Interim AG, langjährige Führungskraft und Gesellschafter einer der führenden Interim Management Provider in Deutschland und in der Schweiz sowie Partner einer der führenden internationalen Allianzen für Interim Management spreche ich seit mehr als 10 Jahren fast täglich mit Interim Managern und Kunden. Diese Erfahrungen möchte ich mit Ihnen teilen – und so in einen lebhaften Austausch mit Ihnen kommen.

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